Der Einzelhandel schafft es immer wieder Dinge zu tun und hervorzubringen, die bei genauer Betrachtung absurd erscheinen. Dass die Grenzen zwischen echtem Mehrwert und unnützem Zeug in unserer konsumorientierten Gesellschaft oft fließend sind, hat Vertriebsprache.org schon diverse Male mit Beispielen belegt. Hier ein erneutes Beispiel aus dem stationären Lebensmitteleinzelhandel:

Bananen in Schale und Folie verpackt-absurd

Quelle: Eigenes Bild

Allein die Aspekte Umweltschutz, Materialverschwendung und fehlende Sinnhaftigkeit müssten hier schon zu einem Aufschrei führen. Die zusätzlichen Kosten für die Verpackung um die natürliche Verpackung sollten als Argument per se schon viel weniger wiegen, dennoch ist doch gerade der Einzelhandel immer an Kosteneinsparungen interessiert, hier gäbe es Potential.

Der Ausdruck Bananenprinzip ist mittlerweile ein stehender sarkastischer Ausdruck für die Idee, ein noch unreifes (sprich: mangelhaftes) Produkt könne beim Verbraucher reifen. Es ist zu wünschen, dass zusätzliche verpackte Bananen schnell aus den Regalen der Lebensmitteleinzelhändler verschwinden und nicht beim Kunden reifen…

NZZ-Produkt Bananen geschält

Quelle: Eigenes Bild

Im Oktober 2014 hielt ich diese Idee noch für einen guten Werbegag, eine Utopie die im tatsächlichen Leben keine Existenzberechtigung hat. Zu dem dazugehörigen Artikel geht es hier.