Bitter, Bitter, Edelbitter

Wie war das nochmal mit dieser „political correctness“? Die politische Korrektheit hat eigentlich die Idee Ausdrücke und Handlungen zu vermeiden, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können. Beispielsweise bezogen auf Rasse oder Geschlecht. Wie sollte man also mit einem Produkt, welches „SCHWARZE HERREN SCHOKOLADE“ heißt, umgehen?

Werden hier etwa Gruppen von Menschen diskriminiert? Brauchen wir Alice Schwarzer, weil die Frauen benachteiligt werden und dieses Produkt sämtliche Errungenschaften der Feministinnen in Deutschland untergräbt? Werden hier gar Schwarze oder Herren oder sogar Schwarze Herren beleidigt? Muss sich Claudia Roth empören…?

Ich meine NEIN! Es ist Bitter, ja sogar Edelbitter es handelt sich schlichtweg um Schokolade mit der Zielgruppe Männer. Die übrigens auch noch ziemlich gut schmeckt. Schwarz als Adjektiv beschreibt lediglich die Farbe des Produktes. Hier geht also im Sinne der „Politischen Korrektheit“ mit rechten Dingen zu. Dem Hersteller wünsche ich weiter viel Erfolg, hohe Verkaufszahlen und guten Umsatz mit diesem Produkt.

Bikeomat – mehr als nur Luft

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Was gibt es Neues in der Welt der Automaten? Die Antwort lautet: Luft, kostenlose Luft und gratis Strom.

Bislang stehen Verkaufsautomaten für schnelle, einfache und meistens teuere Versorgung mit Produkten, aber nicht unbedingt für Service. Wer kennt sie nicht, die klassischen Verkaufsautomaten: In diversen Universitäten stehen tolle Automaten, die Kaffee, Tee und Suppe aus der selben Düse anbieten, Fahrkartenautomaten, Parkscheinautomaten, an den Bahnhöfen und U-Bahnstationen Süßigkeiten- und Getränkeautomaten. Doch Service – Fehlanzeige!

Die Firma Bikomat ist dabei das zu ändern, sie bietet mit ihren Verkaufsautomaten für die Zielgruppe Fahrradfahrer kostenlose Luft zum aufpumpen der Reifen und kostenlosen Strom für E-Bikes. So beschreibt Bikomat ihre Automaten:

„Der Bikeomat ist ein Verkaufsautomat für Fahrradteile und -zubehör. Hier werden bis zu 66 Fahrradartikel, die alle aufeinander abgestimmt und auf Funktionalität geprüft sind, mit entsprechender Produktbeschreibung unabhängig von Ladenöffnungszeiten zum Verkauf angeboten. Und das zu günstigen Preisen!

Zudem stehen im Bikeomat über Touchscreen detaillierte Montage- und Reparaturanleitungen zur Verfügung, die den Einbau der Teile Schritt für Schritt einfach darstellen und erklären. Dadurch soll es dem Fahrradfahrer möglich sein, häufig auftretende Pannen jederzeit schnell und unkompliziert selbst zu beheben, um so das Fahrrad wieder sofort einsatzbereit und verkehrssicher zu haben. Ersatzteile, Montageanleitungen und das entsprechende Werkzeug; also alles, was für eine kurzfristige Reparatur zur Pannenbehebung erforderlich ist, finden Sie im Bikeomat.

Darüber hinaus ist der Bikeomat auch als Servicestation für Radfahrer anzusehen. Denn: Service beginnt da, wo der Verkauf aufhört. Kostenlos werden Luft und Strom (für E-Bikes) zur Verfügung gestellt. Außerdem erhalten Sie nützliche Informationen zu den Themen Fahrradpflege, Sicheres Radfahren, Diebstahlschutz und Verkehrserziehung.“* *Quelle

Wachstumssorgen?

Viele Unternehmer treibt die Frage um, wie kann mein Geschäftsmodell skalieren? Neukundengewinnung, Kundenentwicklung, neue Geschäftsfelder, neue Produkte oder Dienstleistungen?

In welche Richtung soll die Entwicklung des Geschäftes gehen? Was ist der richtige Weg? Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten Wachstum zu generieren. Doch welcher Weg ist zu welchem Zeitpunkt zu empfehlen und wie sehen die Schritte Richtung Wachstum aus?

Das Wachstum endlich ist, sei an dieser Stelle explizit betont. Dennoch ist möglich sein Geschäft schnell und gut auszubauen. Holen Sie sich externe Hilfe und lassen Sie sich beraten. Der Blick von Außen ist oft der erste richtige Schritt um das Unternehmenswachstum zu beschleunigen. Experten in den Bereichen Vertrieb und Marketing sind hervorragende Anlaufstellen. Investieren Sie in die Zukunft Ihres Unternehmens und schaffen Sie einen Wachstumsmotor.

Heute schon ein Stück Regenwald auf das Frühstücksbrot geschmiert?

Fast jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl. Durch den Kauf von Produkten wie: Margarine, Schokoladenbrotaufstrich (Nutella!), Pizza, Waschmittel, Cremes oder anderen Kosmetika entscheiden wir auch über das Schicksal des Regenwaldes.

Palmöl ist mit einem Anteil von einem Drittel am globalen Gesamtverbrauch das weltweit wichtigste Pflanzenöl. Denn Palmöl ist billig und vielseitig verwendbar: bei Zimmertemperatur von fester Konsistenz und frei von schädlichen Transfettsäuren. Margarine, Schokolade, Kuchen, Kekse, Chips, Teig und Brötchen, Suppen, Saucen, Pommes Frites und Fertiggerichten, in alldem steckt Palmöl. Ob ein Lebensmittel Palmöl enthält, verraten Bezeichnungen wie „pflanzliches Öl“ oder „vegetabiles Fett“.

Palmöl ist überall

Palmkernöl ist Bestandteil von Hautcreme, Seife, Sonnenmilch, Körperlotion, Lippenstift und anderen Kosmetikprodukten. Aus Palmkernöl können Tenside hergestellt werden, die in Duschgels, Shampoos und in Wasch- und Reinigungsmitteln stecken. Palm- oder Palmkernöl ist zudem in Schmiermitteln, Kerzen, Farben und Lacken enthalten. Fünf Prozent der Palmöl-Ernte werden weltweit als Rohstoff für die Strom- und Wärmeproduktion und als Biokraftstoff genutzt – mit steigender Tendenz. Vor allem in den bevölkerungsreichen Staaten Asiens – Indien und China – decken viele Menschen ihren täglichen Fettbedarf mit Palmöl.

Schlechtes Palmöl, gutes Palmöl

Die stetig wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt führt dazu, dass für Palmölplantagen in großem Stil tropische Wälder gerodet werden. Angebaut wird die Ölpalme heute hauptsächlich in Indonesien und Malaysia, aber auch in Südamerika und Afrika. Seit 1990 hat sich die Fläche für Ölpalmen weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht. Palmölplantagen bedecken weltweit inzwischen zwölf Millionen Hektar Fläche. Das ist etwa ein Drittel der Bundesrepublik Deutschland. Die Liste der Naturschäden ist lang: Riesige Monokulturen bedrohen die biologische Vielfalt und rauben Arten wie Orang-Utan und Tiger den Lebensraum.

Regenwälder auf Torfmoorböden sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Sie enthalten bis zu 50-mal mehr Kohlenstoff als eine gleichgroße Fläche „normalen“ Regenwaldes. Tropische Torfmoorwälder gibt es vor allem in Indonesien, meist in tiefliegenden, küstennahen Gebieten auf Sumatra, Borneo und Neuguinea. Werden sie bei der Einrichtung von Palmölplantagen trockengelegt, werden Treibhausgase frei. Indonesien ist dadurch zum drittgrößten Treibhausgas-Emittenten der Erde geworden.

Empty Ocean – Premium Thunfisch mit Delfin-Beifang

Die letzten ihrer Art! Jetzt noch schnell einen Thunfischsalat machen. Genießen Sie Ihre vielleicht letzte Thunfisch-Pizza. Der fiktive „Premium-Anbieter“ Empty Ocean preist seine Fischkonserven auf besondere Art an.

Für viele ist die reale Absicht erst auf den zweiten Blick zu erkennen und bringt dem Konsumenten das Thema Überfischung der Meere auf direkte und unverblümte Art und Weise näher. Ein gutes Beispiel für negatives Verkaufen, auch wenn das Produkt nicht real ist.

Plastikflaschenwal

Eine Plastikeinwegflasche wird in Deutschland in den meisten Fällen (ja, auch hier gibt es für bestimmte Getränke Ausnahmen) mit 0,25 € Pfand verkauft. Bei einer groben Kalkulation zu diesem Plastikflaschenwal ergibt sich eine stattliche Summe, die ein Pfandautomat in einem Supermarkt bei Rückgabe der Flaschen auf einen Zettel drucken würde. Im übrigen, ist genau dieser Punkt auch das Gespräch bei den Betrachtern des Plastikflaschenwales, welcher sich gegenwärtig auf dem Münchner Sommer-Tollwood im Olympiapark befindet.

Doch welchen Sinn hat eigentlich ein Einwegprodukt aus Plastik mit Pfand? Ich würde mir wünschen, dass mehr Betrachter sich genau diese Frage stellen und gerne auf echte Mehrwegflaschen z. B. aus Glas setzen und diese einfach kaufen.

Panik im Outdoor-Business

Hilfe die Welt geht unter! Vorräte und Trinkwasser sind entscheiden. Der Neustart der Welt, kann jeden Moment beginnen… Bereite dich vor! Hier die 99 wichtigsten Tipps… für nur 9,99 €, exakt in dieser Anmutung präsentieren sich u.a. die Bücher auf dem obigen Bild.

Nun in einer Buchhandlung wären diese Titel im Rahmen eines Gesamtsortimentes wahrscheinlich gar nicht so ungewöhnlich. Das Besondere hier ist ein Spezialist für Outdoor-Ausstattung bietet diese Bücher an. Zwischen Reiseführern, Reiseliteratur allgemein und Bildbänden befindet sich an prominenter Steller eine nicht gerade kleine Auswahl an… „DIE WELT GEHT UNTER – WIR WERDEN ALLE STERBEN“ – Büchern.

Soll das etwa bedeuteten, dass mehr Zelte und Outdoorausrüstung (Überlebensausrüstung) verkauft wird, wenn ein passendes Angstszenario mitgeliefert wird? Und warum muss ich gerade an den Zusammenhang zwischen Giftgas und verkauften Gasmasken denken? Was ist eigentlich mit meiner Lebensversicherung??? Oh nein, ich habe gar keinen Waffenschein…

Mehr Angst = mehr Umsatz? Dieses Vertriebsmodell ist aus einigen Branchen bekannt, in der Outdoor-Branche ist es mir bislang nicht aufgefallen. Es ging in der Regel um positive Erlebniswelten, Abenteuer, Entdeckung und darum sich auf die unberührte Natur zu besinnen. Vor wenigen Wochen hat Greenpeace in seiner DETOX Kampagne diese vermeintlichen Marketingwelten auf erschreckende Art und Weise aufgelöst und auf massive Probleme mit Chemikalien bei der Produktion von Outdoor-Bekleidung hingewiesen.

Am Ende des Tages ist es auch für einen stationären Outdoor-Händler überlebenswichtig, dass die Umsätze und Margen stimmen. Also nur wenn Kunden die Produkte kaufen, wird der Händler sie weiter anbieten – der Kunde hat also jede Menge Möglichkeiten schlechte, schädliche oder unnütze Produkte zu verbannen. Der Trick ist sich einfach nur keine Angst machen lassen, nicht in Panik zu geraten und einfach nicht kaufen.