Vertriebssprache

Digitales. Inspirierendes. Kreatives & Dämliches aus der Geschäftswelt

Seite 3 von 10

#unverzichtbar?

Unsere Apotheken, eine staatlich geschützte Institution, machen sich Sorgen ob Sie tatsächlich einen Mehrwert für den Kunden bieten. Das ist im übrigen in der Regel genauso wenig der Fall wie z. B. im stationären Buchhandel. Doch anstatt Mehrwerte zu schaffen und sich neu zu erfinden, wird erstmal eine Kampagne #unverzichtbar aufgelegt. „Ich will die Apotheke vor Ort und nicht irgendwo“, werd soll eigentlich dieser ich sein? Das erinnert doch irgendwie an die Kampagne der untergegangenen Drogeriemarkt Kette Schlecker: For you vor Ort. Die Kampagne wurde komplett verrissen, da Sie komplett an der Zielgruppe vorbei ging und kurz Zeit später gab es Schlecker nicht mehr. Das wir den Apotheken wohl nicht so schnell blühen, dennoch wären auf den Kunden zielende wertschätzende Maßnahmen wohl besser, als eine solche Kampagne.

20180615_083858(0)

Quelle: eigenes Bild

Das liebe Internet bereitet den Apothekern schlaflose Nächte… nach die Motto die Kunden haben gefälligst in den Laden zu kommen.

Wettbewerbsfähigkeit von stationären Apotheken

Quelle: eigenes Bild

Lieber Apothekerinnen und Apotheker, nutzt doch einfach die Zeit während der Nacht und überdenkt eure Positionierung und hinterfragt, wie ihr euch besser auf die Kunden ausrichten könnt. Allein in diesen Blog hier findet ihr dazu jede Menge Idee. Wenn es jetzt in eurem Segment echten Wettbewerb gäbe wäre die Situation wohl noch schwierige für euch… übrigens die Domain www.apozone.de ist noch frei! 😉

 

 

 

 

Cross-Selling beim Bäcker

Alles? Oder kommt noch etwas dazu? Dann nehme ich noch das handgeformte Ultra-Bio-Vital-Brot ohne Gluten und Laktose… und die Edeka-Handelsmarken Grillkohle für 4,99 €

20180615_083350

Quelle: eigenes Bild

Cross-Selling mit Aktionsständen oder Sonderverkaufsflächen sind ja schon lange fester Bestandteil des stationären Einzelhandels. Besonders häufig finden wir sie im Lebensmitteleinzelhandel. Da Bandbreite and Cross-Selling reicht von Osterflächen, über Oktoberfest bis hin zum Grillen. Auf diesen Flächen sind typischerweise verschiedenste Produkte, die normalweiser nur an unterschiedlichen Standorten und Regalen im Geschäft zu finden sind, zusammengestellt und der Kunde kann z. B. Grillwürste, Kräuterbutter und verschiedene Soßen gleich in den Einkaufswagen legen ohne weitere Strecken dafür laufen zu müssen. Praktisch und einfach. Meist ist die Cross-Serling Auswahl auf wenige Hersteller eingeschränkt und häufig stehen nur höherpreisige Dinge zusammen. Der Kunde soll also nicht vergleichen, sondern einfach mitnehmen, weil es so praktisch und er sich die Zeit zum zusammenstellen spart.

Welche Synergien oder Cross-Selling Potential erhofft sich ein Bäcker von Grillkohle der Handelsmarke Edeka beim Brotkauf? In einer Metzgerei ist der Kunden tendenziell näher bei Grillen als beim Bäcker. Die Grillkohle ist bei Edeka für 2,99 € zu haben in der Bäckerei für 4,99 €… Kräuterbutter gibt es aber leider nicht.

Autoaufkleber

Ich will Sticker! Autoaufkleber sind alltäglich, die Bandbreite von „Baby an Board“ über Korsika Ferries bis hin zum favorisierten Fußballverein ist sehr groß. Meist sind es doch eher wenige platzierte Aufkleber die sich auf Autos befinden. Hier eine Idee wie man all seine bevorzugten Marken und Botschaften auf seinem Auto zu Schau stellen kann und gleichzeitig noch total individuell ist.

20180524_103855.jpg

Quelle: eigenes Bild

 

Neulich im fahrenden ICE

Gerade noch zeigt die Anzeige 189 Km/h an, der nächste Halt ist Augsburg HBF und dann springt die Anzeige um: Die Zugnummer ist jetzt ICE 77777 und in Augsburg wird wohl nun auch niemand mehr zusteigen – wegen Reinigung 😉

20180202_220759.jpg

Quelle: eigenes Bild

Mehr Fahrgäste wegen sauberer Züge, dass ist doch mal ein guter vertrieblicher Ansatz der BAHN AG – schade nur das niemand einsteigen darf.

 

Und wie immer… besoffen Skifahren

Wie maximiert ein Hüttenwirt seinen Umsatz in einem Skigebiet? Er verkauft eine Art Versicherung, damit seinen betrunken Kunden auch nichts passiert. Nach dem Motto, bestell zehn Schnäpse und du kommst trotzdem sicher ins Tal. Du bekommst ja eine WARNWESTE gratis – dann kann dir ja gar nicht passieren. Du bist sicher… nochmal 10 Schnäpse? Klingt absurd? Im Weiberkessl in Ladis Tirol wird so der Umsatz angekurbelt.

20180211_163203.jpg

Quelle: eigenes Bild

„Bei zehn Schnäpsen gibt es eine Warnweste für die Abfahrt in Tal.“

Don´t drink and ski!

Sechs Jahre nach der FINAL EDITION von AXE

Am 21.12.2012 sollte angeblich der Kalender der Maya enden, je nach Lesart stand entweder das Ende der Welt bzw. gleich das Ende der Zeit an sich an. Mindestens aber der Beginn eines neuen Zeitalters bevor. Medial ein heißes Thema im Jahre 2012, dass natürlich auch kommerziell ausgeschlachtet wurde.

Die Geschichte hatte nur einen Haken: Nichts von der Legende des Ende ist wahr. Wenn heute (als knapp sechs Jahre später im Jahre 2018) noch  jemand behautet, dass der Mayakalender einen Weltuntergang vorhersagt, erzeugt das maximal ein müdes Lächeln.

Unilever zu denen seit 1983 die Marke AXE gehört, verkaufte passend zur WELTUNTERGANGSSTIMMUNG die AXE FINAL EDITION. Damit man während des Weltuntergangs auch keine verschwitzten AXELN (Achseln) hat. Typischerweise verspricht die AXE-Werbung Männern eine gesteigerte Beliebtheit bei Frauen. Wieder so ein Versprechen…

20180611_195241

Quelle: eigenes Bild

… dass die Firma Unilever leider nicht halten konnte. Die Regale in den Läden sind auch im Juni 2018 noch immer voll von AXE Produkten, also gasgefüllte Aluminiumdosen, die gerne durch Rolldeos in Glasflaschen ersetzt werden dürfen. So könnte Unilever ja doch noch einen Beitrag zur Verhinderung des Weltuntergangs liefern und mit seinen Werbeversprechen ernst machen.

Benützen von Lärminstrumenten

Benützen ist eine dieser Formulierungen über die man in München an vielen Ecken stolpert. Aufzüge, Rolltreppe, Wege, Eingänge, U-Bahnen… Das es sich um eine regionale Verwendung des schwachen Verbs benutzen handelt, ist vielen Münchner nicht einmal klar. Für die meisten Menschen aus anderen Regionen in der Republik klingt „Benützen“ oder „Benützung“ schlicht FALSCH.

Das Sportamt der Landeshauptstadt München untersagt, auf diesem Schild den Besuchern eines Sportplatzes „das Benützen von Lärminstrumenten aller Art“. 

20180609_080756

Quelle: eigenes Bild

Ob die Sportler durch Rufen, Singen oder Klatschen unterstützt werden dürfen, wird leider nicht erläutert.

Rebranding 2.0

Bei der aktuellen Werbekampagne hat sich doch so ein Kamel sich vor den Camel-Schriftzug gestellt. Und schon heißt die Marke Cimages-3MEL.

20180605_091219.jpg

Quelle: eigenes Bild

Parken für 625,00 € in München kein Problem

Eine Parkgebühr von 625,00 € für knapp dreißig Minuten kann man auch in München problemlos als teuer – vielleicht übertrieben teuer – einordnen. Lustig wird es dann, wenn der Automat nur Barzahlung akzeptiert, aber maximal Zwanzig-Euroscheine zulässt.

Was tun? Einfach für 20,00 Euro Verlust des Parktickets melden. Wer verkauft hier eigentlich wen für dumm? Das nächste Mal werde ich testen, ob der Automat auch vierstellige Eurobeträge anzeigen kann und dann mein Ticket als verloren melden…

20180528_160241

Quelle: eigenes Bild

7 Kinder und 8 Herren beim Friseur

Es war einmal in der fiktiven Stadt NEWYORK, geschrieben in einem Wort. Dort gab es 7 Kinder und 8 Herren in nur einem Friseurgeschäft – und das obwohl der Laden sehr, sehr klein war und eigentlich nur 4 Sitzplätze hatte. Der Laden bot kaum Platz für fünfzehn Menschen und die Angestellten waren nicht einmal mitgerechnet. Wie sollte das wohl funktionieren? Am rechten Rand des Schaufensters befand sich die Preisliste des Friseurs, mit Leistungen wie z. B. Schneiden für 8,-  (also 8 Komma und Bindestrich) anbot. Ich dachte mir noch fantastisch was es in dieser fiktiven Stadt alles gibt, aber wo nur waren die komischen Zeichen die es eigentlich überall gibt, mit Hinweisen auf die Währung in der bezahlt wird? Aber wer wäre schon so dämlich die einfach wegzulassen? DAS MUSS DEM KUNDEN DOCH KLAR SEIN, WAS HIER GEMEINT IST.

20180530_150938

Quelle: eigenes Bild

Erneut AUSVERKAUFT!

So langsam wird es unheimlich, zum fünften Mal seit dem 9. Januar 2013 heißt es AUSVERKAUFT auf Vertriebssprache.org! Also im Schnitt einmal pro Jahr inklusive 2018.

Hier noch einmal alles in chronologischer Reihenfolge:

Artikel derzeit nicht verfügbar!

Wieder AUSVERKAUFT!!!

Ausverkauft!

Von ausverkauft zu „aus verkauft“

Also auch heute kein neuer Blogartikel…  schaut gerne morgen wieder vorbei 😉

Stempel aktuell ausverkauft

Quelle: eigenes Bild

Ups… UPS! Der kleine BRAUNE

Zugegeben es ist schon eine Weile her, als eine Diskussion darüber entbrannte, ob wir auf deutschen Straßen Menschen in brauen Uniformen Dienst schieben sehen wollen. Mittlerweile gehören an vielen Orten die DIE BRAUNEN von UPS zum Stadtbild.

Wenn es beim nächsten Paket mal wieder länger dauert, könnte es daran liegen das UPS bei der Auslieferung auf brandneue Technologie jetzt. Die Fahrer jedenfalls sehen ziemlich abgekämpft aus. Lustig erscheint der Aufdruck „weltweite Dienstleistungen“, wenn die Fahrer tatsächlich schon bei der Fahrt in den nächsten Stadtteil platt sind.

20180523_114414(0).jpg

Quelle: eigenes Bild

This is dump Fake News

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht… Im Shop von Die Partei oder auch im Shop des endgültigen Satire Magazines Titanic gibt es ein tolles, neues Produkt nämlich ein T-Shirt mit dem Aufdruck: TRUCK FONALD DUMP 

In diesen spannenden politischen Zeiten lässt sich für nur 10,00 € Euro (in Worten zehn) ein Zeichen setzen, erhältlich in den Größe S, M, L, XL, XXL und 3XL.

Vertriebssprache unterstützt die Initiative von DIE PARTEI: MAKE AMERICA SMALL AGAIN

Insektenburger… Hmmm!

Seit Jahren steigt der Zahl der Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Die Motive für diese Ernährungsweisen sind sehr unterschiedlich, Ablehnung von Massentierhaltung und Tötung, die Erkenntnis – das die gesamte Menschheit durch Tierhaltung einfach nicht mit Nahrungsmitteln versorgt werden kann – oder es gibt Menschen denen Fleisch einfach nicht schmeckt. Es gibt also ethische und moralische Motive, ökonomische und geschmacklich Gründe seine Ernährungsgewohnheiten zu verändern.

Fakt ist: eines der dringlichsten Probleme auf diesem Planeten ist die gerechte und dauerhafte Versorgung mit ausreichend, sauberen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für alle Menschen.

Zur Lösung der ethischen und moralischen Fragen, gibt es inzwischen Fleisch und Muskelgewebe welches durch Zellvermehrung im Labor hergestellt wird. Mit dem Ziel Fleisch ohne Massentierhaltung und Tötung zu erzeugen. Ein weiterer Ansatz könnten Insekten sein, im Vergleich zu anderen Nahrungstieren haben Insekten eine sehr hohe Reproduktionsrate und sie verbrauchen dabei im Vergleich viel weniger Ressourcen. Hier wird also die ökonomische Frage adressiert. Bleibt noch der Punkt mit dem „Schmecken“. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. 😉

Die Firma Bugfoundation, hat sich was Neues einfallen lassen. Den laut eigener Angabe „ersten Insektenburger Deutschlands“. Guten Appetit!

Bildschirmfoto 2018-05-23 um 17.56.08

Quelle: www.bugfoundation.com

Wichtig, der Hinweis schmeckt, ob da wohl ein kritischer Punkt adressiert wird? 🙂 Welchen Mehrwert das Bio-Soja in Kombinat mit den Würmern bringt, bleibt leider offen. Vielleicht gibt es den Insektenburger ja auch demnächst bei Ihrem Bio-Lebensmitteleinzelhändler.

 

 

Öffnungszeiten sind überwertet

Wer hat schon einmal Nachts etwas im Internet bestellt? Das ist bequem, einfach und geht immer. Aber wie lange hat noch mal das Schreibwarengeschäft an der Ecke offen? Und am Samstag? Man kann es den Kunden auch richtig leicht machen. Hier ein offenbar nicht ganz ernst gemeintes Öffnungszeitenschild.

IMG

Quelle: eigenes Bild

Silicon Valley Sales

Was machen Salesforce, Google und Co. eigentlich anders? Vieles! Was davon lässt sich erfolgreich für den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen hier in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verwenden?

silicon-valley.png

Quelle: google maps

Analysiert man die Methoden und das Vorgehen, wie und auf welche Art und Weise Firmen aus dem Silicon Valley Kunden gewinnen wird klar, dass auch im Sales/Vertrieb eine echte digitale Revolution stattfindet. Diese umfasst den gesamten Verkaufsprozess von der Erstellung des Produktes über die Generierung von Leads über die Gewinnung von Neukunden bis zum Ausbau von Bestandskunden. Alles auf Basis von Daten. Sales is a numbers game – and Data is the new oil!

1. Die Struktur
Zunächst einmal teilen viele Tech- und IT-Firmen Ihre Mitarbeiter in zwei Kategorieren ein. Die einen „machen“ das Produkt und die anderen „verkaufen“ es. Schon hier zeigt sich, ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Firmenstrukturen, jedem Mitarbeiter ist klar was seine Aufgabe ist. Ein Beispiel Human Resources und technischer Support gehören zu den Verkäufern. Neben Entwicklung/Development zählt auch der Bereich IT-Betrieb zu den Herstellern/Machern.

2. Das Fundament
Das Fundament des Silicon Valley Sales bilden modernste Vertriebstechniken wie der Challenger Sales Ansatz, das Value-Selling oder Pro-activ Sales. Auch Modelle wie land and expand oder rip and replace sind wesentliche Erfolgsbestandteile.

3. Der Vertriebsprozess
Der Prozess startet mit der Gewinnung von Leads über sämtliche Kanäle on- und offline von A wie Adwords über Downloads oder Trials von Software bis hinzu zu Veranstaltungen, die sich i.d.R. mit der „Zukunft“ beschäftigten. Sämtliche Dinge die ein Lead tut werden getrackt,  zugeordnet und bewertet.

4. Die Ausführung
Leads werden in extrem hoher Geschwindigkeit kontaktiert meist binnen Stunden am selben Tag nach dem eine Interaktion stattgefunden hat (z. B. Registrierung zu einer Veranstaltung, Test des Produktes via Internet, Webinar-Teilnahme). Dieser Prozess ist vollständig digital und automatisiert. Leads werden telefonisch oder via E-Mail kontaktiert, direkt auf Veranstaltungen vor Ort angesprochen, mit dem Ziel eine klassische Qualifizierung nach den B.U.N.T. Kriterien durchzuführen. Im Anschluß wird entschieden in welcher Kategorie der Lead landet und welche nächsten Schritte erfolgen. Meist gibt es drei Lead-Kategorien abhängig vom Potential des Leads.

5. Die Fokussierung
Leads mit der höchsten und besten Bewertung werden an die zuständigen Vertriebskollegen weitergegeben. Unterteilt nach KMU, Medium Enterprise oder Enterprise. Auch hier gilt es die Kontaktgeschwindigkeit hoch zu halten, dass schafft Aufmerksamkeit und Vertrauen. Es folgt eine weitere Qualifizierung mit dem Ziel herauszufinden, ob es sich um eine Sales-Opportunity handelt. Wenn ja, gilt es vielversprechendsten schnell weiter zu entwickeln und abzuschließen.

6. Die Sales Stages
Die Sales-Opportunity durchläuft verschiedene Stadien (Sales States). Hier gibt es in der Regel vier bis sechs, diese reichen grob von Stadium „Kunde hat Interesse“ bis „Abschluss“. Damit eine Sales-Opportunity in das nächste Stadium gelangt, werden gezielt taktische Maßnahmen mit dem potentiellen Kunden durchgeführt. Jede hat das Ziel die Schritte abzusichern und damit die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Geschäftes zu steigern. Es gibt taktische Maßnahmen und strategische Methoden, wie der Kunde in jedem Schritt dazu gebracht wird, mehr Informationen preis zu geben und ihn dahin zu entwickeln wo er hin soll. Koordinierte Aktivitäten mit bestimmen Rollen von Marketing, Sales, Pre-Sales, Consulting, Support und z. B. Partnern entwicklen die Opportunity Schritt für Schritt weiter. Dies geschieht allzu oft ohne, dass es der Kunde wirklich merkt oder realisiert. Immer dann wenn der Hersteller eine bestimmtes Ziel innerhalb der Sales Stages erreicht (gets), geht es bei dem Kunden weiter. Die Hersteller interne Abstimmung erfolgt bei wichtigen Sales Opportunities täglich auch hier sind alle Schritt digital und für alle einsehbar.

7. Die gewonnen Kunden
Kunden werden auf ein goldenes Podest gestellt, als Redner und Referenzen sprechen sie auf großen Konferenzen. Sie werden durch das Top-Management betreut, eingeladen, gepflegt und gehegt sie erhalten enorme Aufmerksamkeit. Mit dem Ziel Sie nahezu ununterbrochen über die generierten Mehrwerte durch die neue Lösungen zu sprechen sowohl intern (beim Kunden) als auch extern (zu Interessenten und potentiellen Kunden). Der Kunde verkauft nun das Produkt an andere potentielle Kunden. Er adaptiert die Schlüsselbotschaften der Hersteller und spricht völlig selbstverständlich über die wahnsinnig hohe Kundenzufriedenheit von 97% der Herstellers oder das Projekt on-time and under budget. Die neue Sales-Botschaft der Silicon Valley Company lautet, sprich mit unseren Kunden, lass dir von denen erklären welche Mehrwerte wir für dich schaffen können.

Viele denken bei Silicon Valley and Technologien, Automatisierung, Industrie 4.0, autonomes Fahren, künstliche Intelligenz oder ähnliches. Das ein datengetriebener Vertrieb oder wie ich es nenne Silicon Valley Sales mindestens genau so revolutionär ist, entgeht vielen. Dieser ermöglicht es den meisten Firmen überhaupt so massiv zu wachsen oder gar ein sogenanntes Hypergrowth zu erreichen. Auch in dem Bereich Sales hat die Bay-Area die Nase vor. Hier liegen große Lern-Potentiale für Firmen aus der D-A-CH Region, die ihre Marktposition ausbauen können indem sie sich vertrieblich neu ausrichtet.

 

 

Wenn Schmuck Schuhe verkauft

Oft tragen inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte den Namen des Inhabers, dass ist einfach und praktisch glauben viele. Die Drogerie Rossmann trägt ja auch den Namen von Dirk Rossmann.

Der eigene Name oder die Bedeutung des Namens werden dabei in den wenigsten Fällen hinterfragt. Gut, Dirk Rossmann hat gleich eine Figur – den Ross-Mann – zur Bildmarke gemacht.

Metzgerei Schmidt oder Bäckerei Müller sind Beispiele für eine gute Verbindung des eigenen Namens und des Geschäftes oder Geschäftszweiges. Die Bedeutung und die Positionierung sind hier klar.

Schwierig wird es, wenn der Name mit dem Geschäftszweck gar nichts zu tun hat. Hier ein Beispiel das Interessenten und potentielle Kunden zumindest beim Erstkontakt verwirrt.

Was verkauft dieser Einzelhändler?

20180508_105132

Quelle: Eigenes Bild

Artikel derzeit nicht verfügbar!

Leider ausverkauft! Artikel leider nicht vorrätig. Schaut doch einfach morgen wieder vorbei, dann gibt es wieder frische Blogartikel hier auf www.vertriebssprache.org

Stempel aktuell ausverkauft

Quelle: Eigenes Bild

Kasse gibt Rückgeld!

Achtung Kurzparker, nie ohne 500-Euro-Schein ins Parkhaus fahren. Solange es noch Fünfhunderter im Umlauf gibt bunkern, bunkern. Falls der Kassenautomat nach einer Stunde parken z. B. 301,50 € anzeigt – KEIN PROBLEM – die Kasse gibt Rückgeld.

20180515_172426

Quelle: Eigenes Bild

Fußnote: Verlust des Parktickets kostet 20,00 € – hat da jemand nicht aufgepasst…? 🙂

Ein Aufkleber passt ins Bild

Bernd Lucke kommt… wen interessiert es? Vermutlich sehr wenige. Der gut platzierte Aufkleber auf dem Plakat hingegen wird viele eher zum schmunzeln bringen. Dezent steht dort „Der Kasper kommt“ und schon erscheint der Auftritt im „rechten“ Licht. 😉

Bernd Lucke - Der Kasper kommt Auffkleber

Quelle: Eigenes Bild

Bück dich – du Sau!

Geld kann man auf vielfältige Art und Weise verdienen, manchmal auch mit Bücken. Vielleicht aber nicht so wie mancher jetzt denkt. In einem Schuhgeschäft in einem Münchener Einkaufszentrum, konnte man sich kürzlich einen Rabatt „erbücken“. Wegen eines defekten Rolltores konnte man das Geschäfts nur mittels Bücken betreten. Damit überhaupt jemand auf die Idee kommt, dass das Geschäft geöffnet ist gab es 10% Preisnachlass für das schlichte betreten des Ladens.

Quelle: Eigenes BildQuelle: Eigenes Bild

Status Quo staatlich geschützter Einzelhandel

Immer mehr stationäre Handels- und Vertriebskonzepte stehen auf dem Prüfstand. Durch das Internet als Wettbewerber geraten viele traditionelle und etablierte Konzepte unter Druck. Sicher ist, der Handlungsdruck wird in den Jahren weiter steigen. Nur wer sich dem Wettbewerb stellt und dem Kunden einen dauerhaften Zusatznutzen bietet, hat eine Berechtigung am Markt. Die übrigen werden früher oder später verschwinden.

Manche stationäre Handelskonzepte wähnen sich in Sicherheit, da sie von den regulären Marktbedingungen durch bestimmte Gesetze und Regeln ausgenommen sind. Dazu zählen beispielsweise Apotheken. Häufig existieren sie in einer Art Symbiose mit diversen Arztpraxen und sie liegen zufälligerweise direkt nebenan. Das Kalkül geht in den meisten Fällen auf, Patienten die mit dem Rezept in der Hand die Arztpraxis verlassen, stehen direkt vor oder gleich in der Apotheke. Mit dem besonderen „Geschmäckle“, dass Apotheken aus der Tatsache heraus, dass Sie verschreibungspflichtige Medikamente führen, staatlich „geschützt“ sind. Protegierter Einzelhandel, quasi.

Nun gibt es genau zwei Möglichkeiten, erstens der Kunde bekommt sein Medikament sofort oder eben nicht. Dabei spielt die Farbe des Rezeptes rosa, weiß oder blau erstaunlicherweise keine Rolle. Also auch der Privatpatient muss warten, falls die Apotheke das Medikament nicht da hat. Nach meiner Auffassung wird die „direkte Nichtverfügbarkeit“ eine Art Normalzustand in vielen Apotheken.

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Die Kommunikation mit dem Kunden verläuft in der Mehrheit der Fälle immer gleich, der oder Mitarbeiter tippt am Computer herum und dann:

  1. Apotheke: „Hmmm das Medikament habe ich leider gerade nicht da!“
  2. Apotheke: „Bis heute Mittag/Abend habe ich das Medikament hier“
  3. Apotheke: „Soll ich es Ihnen bestellen?“
    4a.) Kunde: Ne, ich brauche das jetzt…
    Apotheke: “Tut mir leid, da kann ich nichts machen…“
    4b.) Kunde: Ja, bitte.
    Apotheke: „Hier ihr Abholschein“

Wer zahlt eigentlich für „das muss ich Ihnen bestellen“? Wie selbstverständlich erwartet der Dienstleister, also die Apotheke, dass der Kunde noch einmal kommt und die Bestellung abzuholen. Wenn der Hausarzt direkt um die Ecke sitzt, sind die Aufwände für den Kunden überschaubar. Doch ist dieser Ansatz überhaupt noch zeitgemäß. Wer hat denn die entsprechenden Fachärzte direkt in seiner Umgebung? Ist es das Problem des Kunden, dass der Dienstleister Apotheke etwas nicht vorrätig hat? Ich meine: NEIN. Das überhaupt erwartet wird, dass der Kunde wiederkommen muss, ist ein fataler Denkfehler.

Hier gibt es erstaunliche Parallelen zum „das muss ich Ihnen bestellen“ aus dem stationären Buchhandel, dem es bekanntlich miserable geht. Warum sollte ein Kunde erst in die Innenstadt (in den Buchhandel) fahren, zwischen tausenden Bücher zu stöbern, um dann das gewünschte Buch vor Ort zu bestellen – ein oder gleich mehrere Tage warten und dann wieder in die Buchhandlung fahren? Vom Smartphone aus kann ich Medikamente und Bücher jederzeit direkt nach Hause, ins Büro, ins Hotel oder sonst wohin versenden lassen, meist innerhalb von 24 Stunden.

Was sollte der stationäre Handel daraus lernen? Ein langfristiger Schlüssel zum Erfolg liegt in der sichergestellten, sofortigen Verfügbarkeit der angebotenen Produkten oder Dienstleistungen. Allein über diesen Zusatznutzen kann der stationäre Handel seine Existenzberechtigung behalten. Seit nunmehr 9 Jahren befasse ich mich mit Wettbewerbsstrategien mit dem und gegen das Internet, die meisten Apotheken haben Stand April noch immer nicht die geringste Ahnung was in den nächsten Jahren auf sich zukommen wird.

Bitter, Bitter, Edelbitter

Wie war das nochmal mit dieser „political correctness“? Die politische Korrektheit hat eigentlich die Idee Ausdrücke und Handlungen zu vermeiden, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können. Beispielsweise bezogen auf Rasse oder Geschlecht. Wie sollte man also mit einem Produkt, welches „SCHWARZE HERREN SCHOKOLADE“ heißt, umgehen?

Schwarze Herren Schokolade

Quelle: eigenes Bild

Werden hier etwa Gruppen von Menschen diskriminiert? Brauchen wir Alice Schwarzer, weil die Frauen benachteiligt werden und dieses Produkt sämtliche Errungenschaften der Feministinnen in Deutschland untergräbt? Werden hier gar Schwarze oder Herren oder sogar Schwarze Herren beleidigt? Muss sich Claudia Roth empören…?

Ich meine NEIN! Es ist Bitter, ja sogar Edelbitter es handelt sich schlichtweg um Schokolade mit der Zielgruppe Männer. Die übrigens auch noch ziemlich gut schmeckt. Schwarz als Adjektiv beschreibt lediglich die Farbe des Produktes. Hier geht also im Sinne der „Politischen Korrektheit“ mit rechten Dingen zu. Dem Hersteller wünsche ich weiter viel Erfolg, hohe Verkaufszahlen und guten Umsatz mit diesem Produkt.

Bikeomat – mehr als nur Luft

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Was gibt es Neues in der Welt der Automaten? Die Antwort lautet: Luft, kostenlose Luft und gratis Strom.

Bislang stehen Verkaufsautomaten für schnelle, einfache und meistens teuere Versorgung mit Produkten, aber nicht unbedingt für Service. Wer kennt sie nicht, die klassischen Verkaufsautomaten: In diversen Universitäten stehen tolle Automaten, die Kaffee, Tee und Suppe aus der selben Düse anbieten, Fahrkartenautomaten, Parkscheinautomaten, an den Bahnhöfen und U-Bahnstationen Süßigkeiten- und Getränkeautomaten. Doch Service – Fehlanzeige!

Die Firma Bikomat ist dabei das zu ändern, sie bietet mit ihren Verkaufsautomaten für die Zielgruppe Fahrradfahrer kostenlose Luft zum aufpumpen der Reifen und kostenlosen Strom für E-Bikes. So beschreibt Bikomat ihre Automaten:

„Der Bikeomat ist ein Verkaufsautomat für Fahrradteile und -zubehör. Hier werden bis zu 66 Fahrradartikel, die alle aufeinander abgestimmt und auf Funktionalität geprüft sind, mit entsprechender Produktbeschreibung unabhängig von Ladenöffnungszeiten zum Verkauf angeboten. Und das zu günstigen Preisen!

Zudem stehen im Bikeomat über Touchscreen detaillierte Montage- und Reparaturanleitungen zur Verfügung, die den Einbau der Teile Schritt für Schritt einfach darstellen und erklären. Dadurch soll es dem Fahrradfahrer möglich sein, häufig auftretende Pannen jederzeit schnell und unkompliziert selbst zu beheben, um so das Fahrrad wieder sofort einsatzbereit und verkehrssicher zu haben. Ersatzteile, Montageanleitungen und das entsprechende Werkzeug; also alles, was für eine kurzfristige Reparatur zur Pannenbehebung erforderlich ist, finden Sie im Bikeomat.

Darüber hinaus ist der Bikeomat auch als Servicestation für Radfahrer anzusehen. Denn: Service beginnt da, wo der Verkauf aufhört. Kostenlos werden Luft und Strom (für E-Bikes) zur Verfügung gestellt. Außerdem erhalten Sie nützliche Informationen zu den Themen Fahrradpflege, Sicheres Radfahren, Diebstahlschutz und Verkehrserziehung.“* *Quelle

Wachstumssorgen?

Viele Unternehmer treibt die Frage um, wie kann mein Geschäftsmodell skalieren? Neukundengewinnung, Kunden-entwicklung, neue Geschäftsfelder, neue Produkte oder Dienst-leistungen?

In welche Richtung soll die Entwicklung des Geschäftes gehen? Was ist der richtige Weg? Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten Wachstum zu generieren. Doch welcher Weg ist zu welchem Zeitpunkt zu empfehlen und wie sehen die Schritte Richtung Wachstum aus?

Das Wachstum endlich ist, sei an dieser Stelle explizit betont. Dennoch ist möglich sein Geschäft schnell und gut auszubauen. Holen Sie sich externe Hilfe und lassen Sie sich beraten. Der Blick von Außen ist oft der erste richtige Schritt um das Unternehmenswachstum zu beschleunigen. Experten in den Bereichen Vertrieb und Marketing sind hervorragende Anlaufstellen. Investieren Sie in die Zukunft Ihres Unternehmens und schaffen Sie einen Wachstumsmotor.

Heute schon ein Stück Regenwald auf das Frühstücksbrot geschmiert?

Fast jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl. Durch den Kauf von Produkten wie: Margarine, Schokoladenbrotaufstrich (Nutella!), Pizza, Waschmittel, Cremes oder anderen Kosmetika entscheiden wir auch über das Schicksal des Regenwaldes.

Regenwald abholzen für Palmöl

Quelle: eigenes Bild

Palmöl ist mit einem Anteil von einem Drittel am globalen Gesamtverbrauch das weltweit wichtigste Pflanzenöl. Denn Palmöl ist billig und vielseitig verwendbar: bei Zimmertemperatur von fester Konsistenz und frei von schädlichen Transfettsäuren. Margarine, Schokolade, Kuchen, Kekse, Chips, Teig und Brötchen, Suppen, Saucen, Pommes Frites und Fertiggerichten, in alldem steckt Palmöl. Ob ein Lebensmittel Palmöl enthält, verraten Bezeichnungen wie „pflanzliches Öl“ oder „vegetabiles Fett“.

Palmöl ist überall

Palmkernöl ist Bestandteil von Hautcreme, Seife, Sonnenmilch, Körperlotion, Lippenstift und anderen Kosmetikprodukten. Aus Palmkernöl können Tenside hergestellt werden, die in Duschgels, Shampoos und in Wasch- und Reinigungsmitteln stecken. Palm- oder Palmkernöl ist zudem in Schmiermitteln, Kerzen, Farben und Lacken enthalten. Fünf Prozent der Palmöl-Ernte werden weltweit als Rohstoff für die Strom- und Wärmeproduktion und als Biokraftstoff genutzt – mit steigender Tendenz. Vor allem in den bevölkerungsreichen Staaten Asiens – Indien und China – decken viele Menschen ihren täglichen Fettbedarf mit Palmöl.

Schlechtes Palmöl, gutes Palmöl

Die stetig wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt führt dazu, dass für Palmölplantagen in großem Stil tropische Wälder gerodet werden. Angebaut wird die Ölpalme heute hauptsächlich in Indonesien und Malaysia, aber auch in Südamerika und Afrika. Seit 1990 hat sich die Fläche für Ölpalmen weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht. Palmölplantagen bedecken weltweit inzwischen zwölf Millionen Hektar Fläche. Das ist etwa ein Drittel der Bundesrepublik Deutschland. Die Liste der Naturschäden ist lang: Riesige Monokulturen bedrohen die biologische Vielfalt und rauben Arten wie Orang-Utan und Tiger den Lebensraum.Regenwälder auf Torfmoorböden sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Sie enthalten bis zu 50-mal mehr Kohlenstoff als eine gleichgroße Fläche „normalen“ Regenwaldes. Tropische Torfmoorwälder gibt es vor allem in Indonesien, meist in tiefliegenden, küstennahen Gebieten auf Sumatra, Borneo und Neuguinea. Werden sie bei der Einrichtung von Palmölplantagen trockengelegt, werden Treibhausgase frei. Indonesien ist dadurch zum drittgrößten Treibhausgas-Emittenten der Erde geworden.

Empty Ocean – Premium Thunfisch mit Delfin-Beifang

Die letzten ihrer Art! Jetzt noch schnell einen Thunfischsalat machen. Genießen Sie Ihre vielleicht letzte Thunfisch-Pizza. Der fiktive „Premium-Anbieter“ Empty Ocean preist seine Fischkonserven auf besondere Art an.

Emtpy Ocean - Thunfisch mit Delphin

Quelle: eigenes Bild

Für viele ist die reale Absicht erst auf den zweiten Blick zu erkennen und bringt dem Konsumenten das Thema Überfischung der Meere auf direkte und unverblümte Art und Weise näher. Ein gutes Beispiel für negatives Verkaufen, auch wenn das Produkt nicht real ist.

Plastikflaschenwal

Eine Plastikeinwegflasche wird in Deutschland in den meisten Fällen (ja, auch hier gibt es für bestimmte Getränke Ausnahmen) mit 0,25 € Pfand verkauft. Bei einer groben Kalkulation zu diesem Plastikflaschenwal ergibt sich eine stattliche Summe, die ein Pfandautomat in einem Supermarkt bei Rückgabe der Flaschen auf einen Zettel drucken würde. Im übrigen, ist genau dieser Punkt auch das Gespräch bei den Betrachtern des Plastikflaschenwales, welcher sich gegenwärtig auf dem Münchner Sommer-Tollwood im Olympiapark befindet.

Plastikflaschenwal

Quelle: Eigenes Bild

Doch welchen Sinn hat eigentlich ein Einwegprodukt aus Plastik mit Pfand? Ich würde mir wünschen, dass mehr Betrachter sich genau diese Frage stellen und gerne auf echte Mehrwegflaschen z. B. aus Glas setzen und diese einfach kaufen.

Panik im Outdoor-Business

Hilfe die Welt geht unter! Vorräte und Trinkwasser sind entscheiden. Der Neustart der Welt, kann jeden Moment beginnen… Bereite dich vor! Hier die 99 wichtigsten Tipps… für nur 9,99 €, exakt in dieser Anmutung präsentieren sich u.a. die Bücher auf dem obigen Bild.

Nun in einer Buchhandlung wären diese Titel im Rahmen eines Gesamtsortimentes wahrscheinlich gar nicht so ungewöhnlich. Das Besondere hier ist ein Spezialist für Outdoor-Ausstattung bietet diese Bücher an. Zwischen Reiseführern, Reiseliteratur allgemein und Bildbänden befindet sich an prominenter Steller eine nicht gerade kleine Auswahl an… „DIE WELT GEHT UNTER – WIR WERDEN ALLE STERBEN“ – Büchern.

Neulich im Outdoorfachhandel-Globetrotter

Quelle: eigenes Bild

Soll das etwa bedeuteten, dass mehr Zelte und Outdoorausrüstung (Überlebensausrüstung) verkauft wird, wenn ein passendes Angstszenario mitgeliefert wird? Und warum muss ich gerade an den Zusammenhang zwischen Giftgas und verkauften Gasmasken denken? Was ist eigentlich mit meiner Lebensversicherung??? Oh nein, ich habe gar keinen Waffenschein…

Mehr Angst = mehr Umsatz? Dieses Vertriebsmodell ist aus einigen Branchen bekannt, in der Outdoor-Branche ist es mir bislang nicht aufgefallen. Es ging in der Regel um positive Erlebniswelten, Abenteuer, Entdeckung und darum sich auf die unberührte Natur zu besinnen. Vor wenigen Wochen hat Greenpeace in seiner DETOX Kampagne diese vermeintlichen Marketingwelten auf erschreckende Art und Weise aufgelöst und auf massive Probleme mit Chemikalien bei der Produktion von Outdoor-Bekleidung hingewiesen.

Am Ende des Tages ist es auch für einen stationären Outdoor-Händler überlebenswichtig, dass die Umsätze und Margen stimmen. Also nur wenn Kunden die Produkte kaufen, wird der Händler sie weiter anbieten – der Kunde hat also jede Menge Möglichkeiten schlechte, schädliche oder unnütze Produkte zu verbannen. Der Trick ist sich einfach nur keine Angst machen lassen, nicht in Panik zu geraten und einfach nicht kaufen.

Wenn Außenspiegelflagge, dann bitte richtig

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist in vollem Gange, mit jedem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft steigt die Zahl der Autos mit Beflaggung im Lande. Dabei zeigt sich seit der Fußball-WM 2006 in Deutschland ein interessantes Phänomen, die sogenannte Außenspiegelflagge für PKW.

Meist werden diese offenbar ohne Montageanleitung verkauft, denn auf den Straßen ist ein recht große Anzahl an Fahrzeugen zu sehen, die falsch herum beflaggt sind. Dabei soll es doch genau darum gehen Flagge zu zeigen.

Deutschland-Porsche falsch beflaggt

Quelle: eigenes Bild

Zur Info: Die richtige Reihenfolge der Farben der Bundesflagge lautet: schwarzrotgold

Die Lösung ist wie allzu oft ziemlich einfach, die Flagge für den rechten und den linken Außenspiegel wurden schlicht vertauscht und somit auch die eigentliche Idee ad absurdum geführt.

Noch eine kleine Anmerkung als Fußballfan sei mir an dieser Stelle gestattet, wenn die Fans einer Mannschaft im Stadion Ihre Beflaggungen, Banner oder Transparente falsch herum aufhängen, dann ist das stets eine Form des Protestes gegen die Leistung der Mannschaft oder gegen die Vereinsführung.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »