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Schlagwort: Konsument

Unternehmen mit einer Arbeitswelt und Konsumenten aus fünf Generationen

Gegenwärtig haben wir es mit fünf Generationen in unserer Gesellschaft zu tun. Das ist definitiv keine Neuigkeit. Neu ist, dass sie in der Arbeitswelt erstmals alle  zusammenarbeiten. Paradoxerweise werden individuelle Bedürfnisse und Präferenzen der Generationen auf der Konsumentenseite, insbesondere auch bei der Digitalisierung, nicht berücksichtigt. Hier eine typische Einteilung der Generationen:

Die Fünfgeneration:
1.) Wirtschaftswunderkinder: 65+ Jahre
2.) Generation Babyboomer: 50 – 65 Jahre 
3.) Generation X: 35 – 50 Jahre
4.) Generation Y: 21 – 30 Jahre
5.) Generation Z: bis 20 Jahre

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Quelle: pexels.com

Welche typische Rollen nehmen die einzelnen Generationen in Unternehmen ein? Ja, es gibt auch Geschäftsinhaber in anderen Altersklassen. 😉 Es soll hier um die „typische“ Rolle gehen.

Rolle der Generationen in Unternehmen:
Wirtschaftswunderkinder: Geschäftsinhaber, Aufsichtsräte
Babyboomer: Entscheider
Generation X: Professionals
Generation Y: Young Professionals
Generation Z: Azubis und Studenten

Die Generationen X, Y und Z lassen sich als digitalaffin bezeichnen. Das gilt für die anderen beiden Generationen in der großen Mehrheit nicht. Allein daraus lassen sich einige Schlüsse auf das Konsumverhalten ziehen. Etwa in Form von online-Bestellungen im e-commerce, in der Nutzung von Software z. B. Form von Apps oder bei den bevorzugten Informationsquellen z. B. TV.

Bei der Platzierung von neuen Dienstleistungen und Produkten wird häufig nicht ausreichend nach den Zielgruppen und insbesondere deren digitalen Präferenzen unterschieden. Unternehmen befassen sich zur Zeit damit, wie die Arbeitswelt mit fünf Generationen am besten zu gestalten ist. Das einige Generationen als Konsumenten über viele Kanäle z. B. der stationären Handel, Social Media oder Print gar nicht erreicht werden können, wird leider häufig vernachlässigt. Was bedeutet dies für Waren- oder Dienstleistungsdistribution? Für die Positionierung am Markt? Oder gar für gesamte Unternehmensausrichtung? Diese spannenden Fragen zeigen riesige Potentiale auf, die noch immer nicht ausreichend gehoben werden.

 

Echter Mehrwert für den Kunden…

Die Grenzen zwischen echtem Mehrwert und unnützem Zeug sind in unserer konsumorientierten Gesellschaft oft fließend. Vertriebssprache.org zeigt immer wieder Beispiele für besonders gute Produkte und Dienstleistungen aber auch Flops, Unfug und Schwachsinn welcher sich aus Sicht der Anbieter häufig aus nur schwierig zu erklärenden Gründen nicht verkaufen lässt.

In den Züricher Straßenbahnen sind zur Zeit Motive einer Kampagne zum Thema Essen der NZZ zu sehen. Auf wunderbare Art und Weise werden dort die für oben beschriebenen Grenzen aufgezeigt. Würden Sie extra verpackte, geschälte Bananen kaufen?

Quelle: Eigenes Bild

Quelle: Eigenes Bild

Traurig aber wahr: An Verpackungen für Äpfel überzogen mit Plastikfolie (meist im Sechserpack) samt Kunststoffschale hat sich der Konsument inzwischen gewöhnt und sie gehören zum Standardsortiment von Supermärkten.

Gummibärchen-Geschmack aus der großen Pumpe…

Verkaufen lässt sich vieles, zumindest ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel so einiges gelistet. Manches länger, einiges kürzer – so lange der Konsument kauft ist alles gut, kauft er jedoch nicht fliegen Produkte oder ganze Produktreihen in Windeseile wieder aus dem Sortiment. 

Dabei ist die Lagerumschlagshäufigkeit für Handelsunternehmen ein wichtige Kennziffer, Lagerplatz und Regalplätze sind teuer, deshalb muss ein Artikel sich möglichst schnell drehen (also sich möglichst häufig in kurzer Zeit verkaufen). Dies führt dazu, dass die Hersteller von Artikeln z. B. Konsumgütern ständig neue Produktinnovationen liefern um mit Neuem beim Konsumenten zu punkten. Stets mit dem Ziel, so viel es geht in kurzer Zeit zu verkaufen.

Eigenes Bild
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Hier nun ein hervorragendes Beispiel dafür, dass vermeintliche Innovationen oft in Absurditäten enden. Ein „Energy Drink“ der sich mit Gummibärchen-Geschmack positioniert. Es wird noch besser, da er aus der großen Pumpe kommt und noch eine original Rezeptur besitzt, avanciert er zum Top koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk.

Glänzt der Hersteller hier nun mit Produktinnovation? Gibt es hier ein neues Alleinstellungsmerkmal im Segment der Energy Drinks? Oder wird der Konsument hier etwa für dumm verkauft?

Es bleibt abzuwarten, wie lange dieser Artikel die Verkaufsregale der Supermärkte belegt.  Zum Glück entscheidet hier der Konsument. 😉

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