Beamtengras aus dem Netz

Legal & polizeilich erlaubt, so wirbt der Nischen-Online-Shop Beamtengras.com und macht massiv auf sich aufmerksam. Nicht nur wegen des coolen und frechen Logos ist Beamtengras.com ein echter Hingucker, auch bleibt dem Interessenten zumindest beim Erstkontakt verborgen was es denn eigentlich dort zu kaufen gibt…

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Quelle: www.beamtengras.com Copyright 2018 Beamtengras

Neben Merchandising-Artikeln mit dem Logo gibt es dort nämlich Grünlilien zu kaufen. Es handelt sich um einen echten Nischenanbieter, bisher ausschließlich Grünlilien zu verkauf anbietet und damit recht erfolgreich zu sein scheint. Macht euch am besten selbst ein Bild oder bestellt gleich Beamtengras, dass ist nämlich eine umgangssprachliche Bezeichnung für die pflegeleichten Grünlilien.

Kreativ, frech und frisch präsentiert sich der Shop. Mit der Mission, diese Welt zu einem grüneren Ort zu machen. Alles natürlich aus eigenem Anbau. 😉

In diesem Sinne gute Geschäfte.

Preise in der Tiefgarage

Die Elektronikmarktkette MediaMarkt positioniert sich seit Jahren als klassischer Billiganbieter (Preis-/Mengenanbieter). Im Laufe der Zeit haben Kunden aber selber gelernt, dass „sie doch nicht blöd sind“ und im Internet die Waren noch günstiger bestellen können, als von der MediaMarkt Werbung suggeriert. Die Kette geriet also in die Gefahr ihre Glaubwürdigkeit vollständig zu verlieren, schließlich wurde über das Mutterunternehmen mit der Marke redcoon ein eigener Internet-Handelskanal erschlossen. Eine weitere Form der Scheinkonkurrenz, wie es auch bei dem  vermeintlichen Wettbewerber und Schwesterunternehmen Saturn der Fall ist, entstand.

MediaMarkt in der Tiefgarage

Quelle: Eigenes Bild

Doch trotz der starken Internetwettbewerber außerhalb des eigenen Unternehmens, hält man bei MediaMarkt gerne an bestehendem Fest. Auf dem obigen Bild ist ein Plakat in der Tiefgarage des Marktes zu sehen, mit der klaren Aussagen die Preise seien unten… also im Keller bzw. in der Tiefgarage. Den Kunden sei geraten die Angebote genau zu prüfen und im Zweifel auch mal im Internet zu schauen… SIE SIND DOCH NICHT BLÖD.

Mein persönliches Lieblingszitat von MediaMarkt ist: „Lasst euch nicht verarschen, vor allem nicht beim Preis“. Dieser Satz könnte im Hinblick auf die im stärker werdenden Internethändler dem Unternehmen MediaMarkt noch viel Freude bringen.

Beratungskasse im Handel – wofür?

Dem starken und vor allem schnellen Wandel, dem stationäre Händler unterliegen lässt sich viel positives abgewinnen – denn Wettbewerb belebt ja bekanntlich das Geschäft. Manchmal ist es so das erst verschärfte Rahmenbedingungen dazu führen, dass Anpassungen erfolgen, sich Geschäftsmodelle weiter entwickeln oder das eigene Innovationen einen Vorteil im Wettbewerb verschaffen.

Leider ist gerade im stationären Vertrieb von Waren und Dienstleistungen der Leidensdruck offenbar noch immer nicht groß genug. Die massive Verlagerung von Umsätzen in den Online-Handel mit weiter steigenden Zahlen führt noch immer nicht zu den notwendigen Veränderungen im stationären Handel. Es herrschen zum Teil abstruse Vorstellung über die eigene Position am Markt und darüber, was zwingend getan werden muss um dauerhaft am Markt zu bestehen.

Die Erkenntnis, das Beratung Zeit und somit Geld kostet ist nichts Neues. Deshalb muss die Beratung vor Ort auch Bestandteil des Preises sein, den der Kunde letztendlich bezahlt. Schließlich erfüllt ein Geschäft bzw. Fachgeschäft nicht den Zweck Waren oder Dienstleistung an sich selbstbedienende Kunden zu verteilen. Dieses Verständnis ist nicht mehr zeitgemäß und verfügt über keinerlei Mehrwert für den Kunden. Als SELBSTBEDIENUNGSWARENVERTEILSTATION hat der stationäre Handel gewiss keine gute Zukunft. Gute Fachberatung und Kundenbetreuung auf persönlicher Ebene kann kein Portal im Internet ersetzen.

Eine Kasse für stationäre Beratung aufzustellen, weil Kunden beraten und betreut werden wollen zeigt einmal mehr wo es überall krankt im Fachhandel.

Beratungskasse im stationären Handel

Quelle: Eigenes Bild

Liebe stationäre Händler in den A-, B- und C Lagen auf dem Land und in den Städten, was kommt als nächstes? Eintritt für den Zugang zum Geschäft? Ich hoffe, dass anstatt solcher hilflosen Versuche das eigene Geschäftsmodell anzupassen ein echtes umdenken stattfindet.