Best Practices in der Software-Entwicklung

Best Practices in der Software-Entwicklung – ein Begriff, der klingt wie die Zauberformel für fehlerfreie Programme, glückliche Entwickler und zufriedene Kunden. Doch wer glaubt, dass ein paar goldene Regeln reichen, um aus jedem Code-Chaos ein Software-Meisterwerk zu zaubern, der hat vermutlich noch nie ein Legacy-Projekt übernommen.

Beginnen wir mit dem Klassiker: „Schreibe sauberen, wartbaren Code.“ Klingt logisch, aber was ist schon „sauber“? Für den einen ist es die perfekte Einrückung, für den anderen die 50-seitige Dokumentation. Und spätestens, wenn das Team aus fünf Nationen und drei Zeitzonen besteht, wird aus dem „Clean Code“ schnell ein babylonisches Sprachgewirr.

Dann wäre da noch das Mantra „Testen, testen, testen“. Natürlich, Tests sind wichtig. Aber während die einen Unit-Tests schreiben, als gäbe es kein Morgen, halten andere sie für Zeitverschwendung. Und Integrationstests? Die werden oft erst dann geschrieben, wenn das System schon brennt – und dann wundert man sich, warum der Release-Zyklus plötzlich zum Abenteuerurlaub wird.

 

Quelle: Best practises Software Entwicklung

Agile Methoden wie Scrum oder Kanban gelten als Allheilmittel. Doch in der Praxis verwandelt sich das Daily Standup schnell in ein Daily Sitdown, bei dem alle hoffen, dass der Product Owner heute nicht wieder „nur eine kleine Änderung“ wünscht. Und wer schon einmal versucht hat, in einem Wasserfall-Projekt agile Prinzipien einzuführen, weiß: Das ist wie Yoga auf einem fahrenden ICE.

Natürlich gibt es auch sinnvolle Best Practices: Versionskontrolle, Code Reviews, kontinuierliche Integration. Aber am Ende bleibt Software-Entwicklung ein kreatives Handwerk, das sich nicht in Checklisten pressen lässt. Die beste Praxis? Flexibel bleiben, kritisch denken – und nie den Humor verlieren, wenn der Build mal wieder rot ist.

Ein kritischer Blick auf IT Berater (m-w-d)

Ah, die IT Berater (m-w-d) – jene mysteriösen Wesen, die mit Laptop und Buzzword-Bingo bewaffnet in Unternehmen einziehen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Ihre Mission? Alles besser machen! Ihr Ansatz? Möglichst kompliziert. Mit einem charmanten Lächeln und einer PowerPoint-Präsentation, die mehr Animationen als Inhalte enthält, versprechen sie revolutionäre Lösungen. Doch was folgt, ist oft weniger Revolution und mehr Chaos.

Ein typischer Fehler? Die berühmte Bedarfsanalyse. Statt herauszufinden, was das Unternehmen wirklich braucht, wird eine Standardlösung aus der Schublade gezogen – natürlich mit dem Hinweis, dass sie „skalierbar“ und „zukunftssicher“ ist. Dass diese Zukunft bereits gestern war und die Lösung weder zu den Prozessen noch zur Unternehmenskultur passt, wird großzügig ignoriert. Schließlich geht es um Innovation, nicht um Praktikabilität!

Dann wäre da noch die Kommunikation. IT-Berater sind Meister darin, technische Fachbegriffe so zu verwenden, dass selbst der erfahrenste IT-Mitarbeiter ins Grübeln kommt. Wenn der Kunde fragt: „Was genau bedeutet das?“, lautet die Antwort oft: „Das ist ein komplexer Prozess, den wir Ihnen später erklären.“ Spoiler: Später kommt nie.

Darf es auch etwas mehr sein?

Natürlich darf auch der Klassiker nicht fehlen: Überdimensionierte Systeme. Warum eine einfache Lösung implementieren, wenn man dem Kunden eine hochkomplexe Software verkaufen kann, die 90% ihrer Funktionen nie genutzt werden? Aber hey, Hauptsache teuer! Und wenn die Mitarbeiter überfordert sind? Kein Problem – dafür gibt es Schulungen! Also theoretisch. Praktisch bleibt es oft bei einem Handbuch im PDF-Format.

Sicherheitsaspekte? Ach, das wird schon passen! Wer braucht schon Datenschutz oder robuste Sicherheitskonzepte? Wenn etwas schiefgeht, wird einfach gesagt: „Das war ein unvorhersehbarer Angriff!“ Ironischerweise ist dieser Angriff oft vorhersehbar – zumindest für alle außer den Beratern.

Und wenn das Projekt am Ende scheitert? Kein Grund zur Sorge! Der Schuldige ist schnell gefunden: Die interne IT-Abteilung hat die brillanten Ideen der Berater einfach nicht richtig umgesetzt. Aber keine Panik – für jedes Problem gibt es ein neues Beratungsangebot!

So ziehen sie weiter – von Unternehmen zu Unternehmen, hinterlassen Chaos und Rechnungen. Doch eines bleibt sicher: Mit einem IT-Berater wird es nie langweilig! Vor allem gibt es auch sehr, sehr gute Berater (m-w-d) doch sie zu finden ist nicht leicht

Was macht exzellente strategische Beratung aus?

Beratungen gibt es viele, gute Berater gibt es einige, exzellente Berater sind sehr selten. Gefühlt sind 80% der Berater im deutschsprachigen Raum sehr ähnlich und vor allem sind deren Herangehensweisen an Herausforderungen immer gleich. Es gibt eine Methodik (diese ist brandneu und eigentlich die Beste… WHY-HOW-WHAT, OKR, New Work… ), mit der Selbigen wir dann versucht einen „Mehrwert“ – durch die Vermittlung der Methodik –  zu erreichen, was bleibt ist maximal ein gutes Gefühl. Dieses ist i.d.R. nur von kurzer Dauer und der Alltag im Geschäft holt alle wieder ein. Ist das ein echter Mehrwert? Ich sage: NEIN! Auch nicht der Versuch die Methodik auf die bestehenden Probleme auszurollen.

Was macht denn exzellente Beratung aus? Eine schnelle und vollständige Erfassung der Herausforderung frei von bestehenden Denkmustern. Also erst verstehen und zwar vollständig. Die Erarbeitung von einfachen Lösungsoptionen und eine schnelle Implementierung samt messbaren Ergebnissen.

Die Kunst besteht darin die Einzelperspektiven aus dem Unternehmen samt aller relevanten Geschäftspartner zu einem Gesamtbild zusammen zu führen, dass geht nur von außen. Wie? Hier erklärt in nur einem Bild.

Quelle: eigenes Bild Copyright Jan R. Bergrath 2023

Hinter diesem Gesamtbild verbirgt sich das Unternehmensselbstbild, mit allen Herausforderungen und Chancen. Diese gilt es anzupacken und die damit erschlossenen Potentiale zu heben. Dazu Bedarf es keiner erlernten Methodik, sondern Empathie, Verstand und Fähigkeit komplexe Strukturen zu durchdringen und diese mit einfachen Maßnahmen zu optimieren.

Du möchtest dein Geschäftsmodell skalieren oder eine Transformation gestalten, um dein Unternehmen agil und zukunftssicher aufzustellen? Dann schreib mir an: info@vertriebssprache.com

 

Beratungskasse im Handel – wofür?

Dem starken und vor allem schnellen Wandel, dem stationäre Händler unterliegen lässt sich viel positives abgewinnen – denn Wettbewerb belebt ja bekanntlich das Geschäft. Manchmal ist es so das erst verschärfte Rahmenbedingungen dazu führen, dass Anpassungen erfolgen, sich Geschäftsmodelle weiter entwickeln oder das eigene Innovationen einen Vorteil im Wettbewerb verschaffen.

Leider ist gerade im stationären Vertrieb von Waren und Dienstleistungen der Leidensdruck offenbar noch immer nicht groß genug. Die massive Verlagerung von Umsätzen in den Online-Handel mit weiter steigenden Zahlen führt noch immer nicht zu den notwendigen Veränderungen im stationären Handel. Es herrschen zum Teil abstruse Vorstellung über die eigene Position am Markt und darüber, was zwingend getan werden muss um dauerhaft am Markt zu bestehen.

Die Erkenntnis, das Beratung Zeit und somit Geld kostet ist nichts Neues. Deshalb muss die Beratung vor Ort auch Bestandteil des Preises sein, den der Kunde letztendlich bezahlt. Schließlich erfüllt ein Geschäft bzw. Fachgeschäft nicht den Zweck Waren oder Dienstleistung an sich selbstbedienende Kunden zu verteilen. Dieses Verständnis ist nicht mehr zeitgemäß und verfügt über keinerlei Mehrwert für den Kunden. Als SELBSTBEDIENUNGSWARENVERTEILSTATION hat der stationäre Handel gewiss keine gute Zukunft. Gute Fachberatung und Kundenbetreuung auf persönlicher Ebene kann kein Portal im Internet ersetzen.

Eine Kasse für stationäre Beratung aufzustellen, weil Kunden beraten und betreut werden wollen zeigt einmal mehr wo es überall krankt im Fachhandel.

Beratungskasse im stationären Handel

Quelle: Eigenes Bild

Liebe stationäre Händler in den A-, B- und C Lagen auf dem Land und in den Städten, was kommt als nächstes? Eintritt für den Zugang zum Geschäft? Ich hoffe, dass anstatt solcher hilflosen Versuche das eigene Geschäftsmodell anzupassen ein echtes umdenken stattfindet.